Geschrieben von Patrick Stark und Julian Hoffmann, Geschäftsführer der Stark & Hoffmann Immobilien GmbH · Stand 14. September 2026
Etappe 1: Was ist die Immobilie wert?
Ein zu hoher Angebotspreis vertreibt Interessenten, ein zu niedriger kostet Sie Geld. Der richtige Wert entsteht deshalb aus mehreren Quellen:
- Vergleichswertverfahren: das in der Praxis häufigste Verfahren. Es stützt sich auf tatsächlich erzielte Kaufpreise ähnlicher Objekte in vergleichbarer Lage, etwa aus den Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse und aktuellen Marktdaten. Besonders gut funktioniert es bei Wohnungen und Reihenhäusern.
- Ertragswertverfahren: maßgeblich bei vermieteten Objekten wie Mehrfamilien- oder Geschäftshäusern. Aus der jährlichen Nettomiete und einem marktüblichen Liegenschaftszinssatz ergibt sich der Wert – so rechnen auch Kapitalanleger.
- Sachwertverfahren: Bodenwert plus Zeitwert des Gebäudes, also Herstellungskosten abzüglich Alterswertminderung. Es kommt eher bei selbst genutzten Häusern ohne Vergleichsobjekte oder bei besonderen Gebäuden zum Einsatz und spielt beim Verkauf eine geringere Rolle.
- Amtliche Marktdaten: Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktberichte der Gutachterausschüsse beruhen auf beurkundeten Verkäufen und sind die Grundlage für Gutachten und Bankbewertungen.
- Beleihungswert: Die Bank des Käufers bewertet vorsichtiger als der Markt, oft 10 bis 20 Prozent darunter. Davon hängt ab, wie viel sie finanziert.
Kein Verfahren liefert allein das ganze Bild. Erst die Kombination, gewichtet nach Objektart und Datenlage, führt zu einem Preis, der am Markt hält. Amtliche Kennzahlen für die Stadt finden Sie auf unserer Seite zum Immobilienmarkt Leverkusen.
Etappe 2: Unterlagen zusammenstellen
Grundbuchauszug, Energieausweis und Baupläne gehören immer dazu; bei einer Eigentumswohnung kommen die Teilungserklärung und die Protokolle der Eigentümerversammlungen hinzu. Eine Checkliste für die Verkaufsunterlagen steht in unseren Downloads.
Etappe 3: Vermarktung
Die Immobilie wird über Immobilienportale, Anzeigen oder einen Makler angeboten. Professionelle Fotos und eine klare Beschreibung machen den Unterschied.
Etappe 4: Besichtigungen und Verhandlung
Kaufinteressenten wollen die Immobilie vor Ort sehen. Danach geht es um den Preis und weitere Bedingungen des Kaufs.
Etappe 5: Notar
Der Notar setzt den Kaufvertrag auf und hält alle Absprachen fest. Mit der Beurkundung ist der Vertrag rechtswirksam.
Etappe 6: Übergabe
Ist der Kaufpreis gezahlt, wechselt die Immobilie den Besitzer, und der Käufer wird im Grundbuch eingetragen. Zur Übergabe gehören die Dokumente und ein Protokoll über den Zustand.
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Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung im Einzelfall.
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